Storytelling kann helfen Veränderungsprozesse positiv zu gestalten. Warum das so ist schreibt Torben Schanz in seinem Gastbeitrag.

Wir alle kennen doch Situationen wie diese: es stehen Veränderungen in den Prozessen und damit auch in der Organisation bevor – wie überzeugen wir jetzt unsere Mitarbeiter davon, dass diese die Veränderung annehmen können und diese sogar proaktiv gestalten?

Wenn wir einmal darüber nachdenken, wie wir selbst mit Veränderungen umgehen, dann ist die Antwort hierzu doch eigentlich recht einfach. Was interessiert uns in Wirklichkeit immer am zweitmeisten? 

Richtig – die Daten, die Fakten, das reine Wissen. Aber wirkliche Aufmerksamkeit schenken wir diesen doch nur dann, wenn diese gut verpackt sind – wenn man uns eine gute Story erzählt! Hier vergessen wir auf einmal die Zeit und Anstrengung und können auf einmal wesentlich besser die anstehenden Veränderungen meistern!

Und das bedeutet umgekehrt, dass jede Führungskraft sich mit dem Instrument des Storytellings beschäftigen muss – oder wie Steve Jobs es sagt: „The most powerful person in the world is the story teller. The story teller sets the vision, values and agenda of an entire generation that is to come.“

Eine wirklich gute Story ist übrigens schon in weniger als 3min erzählt – und folgt dabei einer einfachen Gleichung:

Interesse an der Veränderung > vorhandene Unsicherheit

Wie verpacke ich jetzt diese beiden Variablen in eine Story?

Ganz einfach: das Interesse an der Veränderung beinhaltet folgende 3 Komponenten:

  • Was ist der Druck der Veränderung? Warum sollten wir uns verändern?
  • Was sind unsere bisherigen Fähigkeiten, unsere Stärken diese Veränderung zum Beispiel schon in der Vergangenheit bereits erfolgreich bewältigt zu haben? Wo liegt der konkrete Beitrag jedes einzelnen damit die Veränderung erfolgreich bewältigt werden kann?
  • Was ist das Ziel der Veränderung? Wie sieht die begehrenswerte Zukunft denn aus?

Und wie behandele ich die vorhandene Unsicherheit? Indem ich Sie nicht verschweige, sondern die Ambivalenzen klar anspreche und benenne. Aber dabei aus Leadersicht natürlich immer betone, dass folgende Gleichung gilt:  

Interesse an der Veränderung > vorhandene Unsicherheit

Und das schöne an so einer Story ist dann: dadurch, dass Sie schön kurz und prägnant ist, kann man diese immer und wieder erzählen und dabei dann auch die tolle Erfahrung machen, dass die Mitarbeiter diese Story verinnerlichen und mit eigenen Ausschmückungen dann entsprechend übernehmen und damit die Veränderung schon längst Fahrt aufgenommen hat!

Autor Torben Schanz: www.schanzexecutivecoaching.com

Torben Schanz verfügt über jahrelange Führungserfahrung im Konzern und in einem mittelständischen Unternehmen. Mit seinem Unternehmen Schanz Executive Coaching unterstützt er Unternehmer*innen und Führungskräfte bei der Weiternentwicklung.
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